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Quellenangabe für Video und Kommentar: Tourismusverband Vogtland e.V

Das Vogtland

"Das Vogtland ist eine Region im Grenzgebiet von Bayern, Sachsen, Thüringen und Böhmen.

Die Namensbezeichnung „Vogtland“ bezieht sich auf die Vögte (frühere landesherrschaftliche Vertreter) von Weida, Gera, Plauen und Greiz.

Es ist anzunehmen, dass der Markgraf Heinrich der Erlauchte von Meißen zur Unterscheidung der Länder in umgekehrter Richtung sein Land vom Land der Vögte (terra advocatorum) abgrenzte. Die Urkunde dazu ist jedoch nicht erhalten geblieben. Der Name erscheint danach, 1317 und später, als „woyte lande“ oder in ähnlicher Form in anderen Urkunden, die jedoch immer Vereinbarungen anderer Herrscher über das Vogtland beinhalten.

Heute ist Vogtland auch eine umgangssprachlich gebräuchliche Bezeichnung für den Vogtlandkreis. Demgegenüber erfasst das naturräumliche Vogtland zwar zusätzlich Teile Thüringens und Bayerns, grenzt jedoch den Höhenschwerpunkt im Osten aus, der naturräumlich dem Westerzgebirge zugerechnet werden muss.

 

Die Landschaft des Vogtlandes wirkt durch Felder, Wiesen und bewaldete Hügelkuppen sehr idyllisch. Im Süden und Südosten steigt das Vogtland zum Mittelgebirge an und nimmt, vor allem im Osten, auch Teile des Erzgebirges ein. Diese Gegend nennt man das Obere Vogtland. Dort überwiegt der Nadelwald. Die Stadt Adorf gilt als Tor zum oberen Vogtland und bildet einen Kreuzweg nach Böhmen und Franken. Der höchste Berg des Vogtlandes ist der Schneehübel (974 m) im Westerzgebirge. Bekannter und markanter sind jedoch der Aschberg bei Klingenthal (936 m) und der Schneckenstein (883 m), beide ebenfalls im Westerzgebirge.

Das nördlichere Hügelland wird durchschnitten von einigen Flusstälern, insbesondere der Weißen Elster und der Göltzsch. Des Weiteren durchzieht die Saale das Bayerische und das Thüringische Vogtland. Zur Überquerung der Täler wurden für Eisenbahn und Straßenverkehr mächtige Brücken gebaut. Besonderen Ruhm erlangten dabei die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, und deren „kleine Schwester“, die Elstertalbrücke. Beide sind Eisenbahnbrücken der Verbindung Nürnberg–Dresden. Neben den Straßenbrücken der Autobahn A 72 bei Hof (Saale­tal), bei Pirk (Weiße Elster) und bei Weißensand (Göltzsch) kommt der Friedensbrücke in Plauen eine besondere Bedeutung zu: Es ist die größte Steinbogenbrücke Europas. Auch existieren etliche Talsperren im Vogtland. Bekannt als Erholungsgebiete sind die Talsperre Pöhl (Trieb, ein Nebenfluss der Weißen Elster), die Talsperre Pirk (Weiße Elster), die Bleilochtalsperre (Saale), die Talsperre Zeulenroda und der Untreusee.

Das sächsische Vogtland gehört in seinem südöstlichen Teil zum Naturpark Erzgebirge/Vogtland.

Das Vogtland gilt als eine der vulkanisch aktivsten Zonen in Mitteleuropa. Anzeichen dafür sind Schwarmbeben, Mineralquellen und Gasaustritte. Mit 100 spürbaren kleinen Erdbeben im Jahre 1824 wurde dort zuerst ein Erdbebenschwarm beschrieben. Stärkere Beben in der Region gab es 1897, 1903, 1908, 1936 und 1962, 1985 und 2000 und 2014. Im Winter 1985/86 war das bisher stärkste gemessene Erdbeben im Vogtland / Böhmen, das eine Magnitude von 4,6 auf der Richterskala erreichte. Die aktuellste Schwarmbebenserie fand im Juli/August 2018 statt. Quellen mit heilsamer Wirkung haben die Kurorte Bad Elster und in Bad Brambach mit der stärksten Radonquelle der Welt aufblühen lassen.

 

Im vogtländischen Dialekt sind vor allem die Variationen des Ostfränkischen zu hören. Dies gilt schwerpunktmäßig für die Region um und südlich von Plauen bis hin zum Göltzschtal mit den Städten Auerbach, Rodewisch und Falkenstein. Im Südosten des Vogtlandes ist die Grenze zu den mitteldeutschen Dialekten mit dem Erzgebirgischen und Obersächsischen fließend. Auch im thüringischen Teil herrschen mit Variationen des Thüringischen mitteldeutsche Dialekte vor. Im oberen Vogtland rund um die Orte Adorf, Markneukirchen und Bad Brambach wird eine nordbairische Mundart gesprochen. Der dem Erzgebirgischen verwandte Dialekt um Klingenthal hat einen eigenen besonders melodischen Klang (Singsang).

 

Der Landschaftsname Vogtland (früher auch Voigtland, terra advocatorum) geht auf die vom 11. bis zum 16. Jahrhundert hier herrschenden Vögte von Weida, Gera und Plauen zurück. Im 12. Jahrhundert setzte Kaiser Friedrich I. Barbarossa zur Sicherung seiner Herrschaft die ersten Vögte als Verwalter seiner östlichen Reichswaldgebiete ein, nachdem er Heinrich von Weida aus der Ministerialität Herzog Heinrich des Löwen übernommen hatte. Diese hatten ihren Stammsitz auf der Osterburg in Weida, weshalb Weida häufig auch als Wiege des Vogtlandes bezeichnet wird. Zu den weiteren Privilegien der Vögte gehörte das 1232 durch Friedrich II. verliehene Berg- und Münzregal.

Die Vögte verfügten in ihrer Gefolgschaft über zahlreiche niederadelige Familien. Zu diesen Familien gehören u. a. die von Dobeneck, Feilitzsch, Reitzenstein, Sack oder Zedtwitz. Eine Besonderheit des vogtländischen Adels war die Bildung von Rittergütern, so dass Rechte tendenziell eher mit den Gütern als mit dem Familienverbund verknüpft waren als andernorts.

Wegen der Machtansprüche der Markgrafen von Meißen zu Beginn des 14. Jahrhunderts unterwarf sich Heinrich von Plauen 1327 der Lehnsherrschaft der Böhmischen Krone, davon war lediglich die Herrschaft Voigtsberg ausgenommen, die Reichslehn blieb. 1349 unterstellte sein gleichnamiger Sohn Heinrich auch Voigtsberg der böhmischen Lehnshoheit; damit war das gesamte Vogtland zum Reichsafterlehen geworden. Die territorialen und dynastischen Streitigkeiten um das Vogtland gipfelten im Vogtländischen Krieg, der 1357 zu einer Neuordnung führte. Im Jahr 1357 erfolgte ein Gebietstausch mit der Markgrafschaft Meißen, wobei u. a. Wiedersberg, Liebau, Adorf, Pausa, Neuenkirchen und Hirschberg meißnisch wurden und stattdessen Borna, Geithain und Kohren an den Vogt gingen. Den Tausch fochten Heinrichs Vettern in den betroffenen Seitenlinien an. Auerbach, Pausa und Liebau erhielten ab 1379 die Herren von Plauen, wie sie sich fortan nannten, als meißnisches Lehn zurück. Seit dem Jahre 1426 waren sie auch Burggrafen von Meißen und befanden sich in dauerndem Machtkampf mit den sächsischen Kurfürsten.

Heinrich II. von Plauen fiel wegen seiner offenen Unterstützung der Adelsopposition bei König Georg von Podiebrad in Ungnade, der den Brand des königlichen Schlosses Graslitz bei Kämpfen zwischen Heinrich und dessen Gegnern zum Anlass nahm, ihm das Lehen zu entziehen und das Vogtland 1466 durch den sächsischen Kurfürsten Ernst besetzen ließ. Ernst erhielt das Vogtland als Lehen, das 1485 bei der Leipziger Teilung an die Ernestiner überging, wobei jedoch u. a. das Bergregal gemeinschaftlich blieb. Nach der Schlacht bei Mühlberg verloren die Ernestiner 1547 das Vogtland wieder und Ferdinand I. verlieh es seinem Kanzler Heinrich IV. von Plauen. Auch der sächsische Kurfürst Moritz wurde dabei Mitinhaber des Lehens. Heinrich IV. verschuldete sich stark, und nach seinem Tode 1554 konnten dessen Söhne Heinrich V. und Heinrich VI. ihre Schuldverpflichtungen gegenüber Kurfürst August nicht erfüllen. Wegen der Zehntrückstände und anderer Forderungen verpfändeten die Brüder 1559 das Vogtland an Kursachsen.

Mit Heinrich VI. von Plauen endete die Herrschaft der Vögte von Plauen über das Vogtland, nachdem er das verpfändete Land nicht mehr einlösen konnte. 1566 erwarb Kurfürst August die Ämter und Städte Voigtsberg, Oelsnitz, Plauen und Pausa. Nach dem freundbrüderlichen Hauptvergleich von 1657 wurden die Amtssassen des Vogtländischen Kreises sowie die Ämter Plauen, Voigtsberg und Pausa dem Herzog von Sachsen-Zeitz zugesprochen, während die schriftsässigen Rittergüter und die Stadt Schöneck beim Kurfürstentum Sachsen verblieben. 1718, nach dem Aussterben der Linie Sachsen-Zeitz, fielen die Gebiete wieder an Kursachsen zurück. Neben einem kursächsischen Anteil bildeten die Auerbachischen und Schönecker Wälder während dieser Zeit einen besonderen Teil, der gemeinschaftlich kurfürstlich und herzoglich war.

Oberverwaltungsmäßig gehörte das sächsische Vogtland seit 1835 zur Kreisdirektion Zwickau, ab 1874 zur Kreishauptmannschaft Zwickau und von 1939 bis zur Auflösung des Freistaates Sachsen nach dem Zweiten Weltkrieg zum Regierungsbezirk Zwickau. Mit Einführung der DDR-Bezirke wurde die Region dem Bezirk Karl-Marx-Stadt angegliedert. Nach der Wende kam das sächsische Vogtland schließlich zum Regierungsbezirk Chemnitz, der nach der Gebietsreform 2008 in Direktionsbezirk Chemnitz umbenannt wurde. Im Zuge dieser Reform wurde der vogtländischen Hauptstadt „Plauen“ auch das Privileg der Kreisfreiheit aberkannt.

Die Siedlungskammer um Gera, die bereits um das Jahr 1000 in den schriftlichen Quellen belegt ist, war wahrscheinlich seit dem späten 7. bzw. 8. Jahrhundert von Slawen besiedelt, die dem Stammesbund der Sorben angehörten. Weite Teile des Vogtlandes waren jedoch noch waldbestanden und wurden erst im Zuge der hochmittelalterlichen Ostsiedlung im späten 11. und im 12. Jahrhundert durch Slawen und Deutsche aus den Altsiedellandschaften in Franken, Thüringen und Sachsen besiedelt. Dies ist noch heute an gravierenden mundartlichen Unterschieden in unmittelbarer Nachbarschaft sowie auch an gewissen Dialektgemeinsamkeiten erkennbar. So wird in einigen Dörfern des oberen Vogtlands zum Teil noch ein Dialekt wie in der Oberpfalz gesprochen.

 

Die vogtländische Küche ist eine einfache, deftige Küche, die hauptsächlich aus Grundnahrungsmitteln, vor allem Kartoffeln, besteht. Typische Gerichte sind u. a.:

○ Vogtländische Saure Eier

○ Spalkn (Eintopf mit Kartoffeln)

○ Schwammespalkn (Pilzeintopf)

○ Plauener Hoosnbrotn (Hase mit Weißwein, Speck und saurer Sahne)

○ Gänsklaa (Gänseklein)

○ Eimarinierter Hering (in Milch marinierte Salzheringe)

○ Bambes (Buttermilch-Kartoffelpuffer)

○ Griene Kließ/Griegeniffte (Klöße aus rohen Kartoffeln)

○ Nackede Maadle (Quarkkäulchen, Puffer aus Kartoffeln, Mehl und Quark)

○ Pfanneschieter (Eierkuchen, Pfannkuchen)

○ Hiefekließ (Hefeklöße mit Zwetschgen- oder Kirschkompott)

○ Erdepfelkuung/Erdäppelkuung (Kartoffelkuchen)

○ Holundersupp (Holunderbeerensuppe)

○ Gschling (Eintopf- oder Pfannengericht mit Innereien)

○ Hofer Schnitz (Gemüseeintopf)

Eine kulinarische Tradition ist das „Neinerlei“ als Zusammenstellung von neun verschiedenen Speisen oder Zutaten zu Heiligabend. Die Zusammenstellung kann hierbei ja nach genauem Wohnort und Familienbrauch (früher: nach Verfügbarkeit) breit variieren."

 

Auszugsweise Wiedergabe. Quellenangabe: Wikipedia „Vogtland“

 

 

Naturraum

 

"Das Vogtland ist eine namentlich ans historische Vogtland angelehnte naturräumliche Haupteinheitengruppe, nach dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands, die in Sachsen, Thüringen und zu kleineren Anteilen im Norden Bayerns liegt. Das naturräumliche Vogtland weicht in seinen Grenzen merklich vom historischen ab, dessen Hochlagen im (Süd-)Osten aus naturräumlicher Sicht bereits dem Westerzgebirge zugerechnet werden müssen. Hauptfluss des Vogtlandes ist die Weiße Elster, die im Süden des Oberen Vogtlandes, im Elstergebirge, entspringt und bei Gera das Vogtland verlässt. Im Westen wird das Vogtland von der Saale durchflossen, deren Tal von Hof bis Saalfeld Teil der westlichen Haupteinheiten ist."

 

Auszugsweise Wiedergabe. Quellenangabe: Wikipedia „Vogtland (Naturraum)“

  FINANZIERUNG

 

 

 

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